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25.03.2008 - Beitragserhöhungen gefährden Gesundheitsfonds

Der zum 01.01.2009 vorgesehene Start des Gesundheitsfonds könnte eventuell ausfallen oder verschoben werden. Grund könnten zur Jahresmitte erwartete Beitragssatzsteigerungen der gesetzlichen Krankenkassen sein.

Heute legen etwas mehr als 200 Krankenkassen ihre Beitragssätze selbst fest. Wer hier aktuell den niedrigsten bzw. höchsten Beitrag fordert, können sie unseren Vergleichen entnehmen. Zwischen 12,4 % und 16,0 % ist alles möglich. Der Durchschnittsbeitragssatz aller Krankenkasse liegt derzeit bei 14,8 %.

Ab dem 01.01.2009 soll es mit dem Gesundheitsfonds nur noch einen gesetzlich festgelegten Einheitsbeitrag geben. Aus diesem Fonds werden die Krankenkassen dann für ihre Mitglieder pauschale Beträge um die 160,- Euro sowie alters- und risikobezogene Zuschläge erhalten. Eine Kasse, die damit nicht auskommt, muss Zusatzprämien erheben. Eine gut wirtschaftende Kasse kann aber auch Beiträge an ihre Mitglieder zurückzahlen.

Da von vielen Krankenkassen erwartet wird, dass Zusatzprämien ungern erhoben werden, rechnen einige Branchenkenner damit, dass viele Krankenkassen im Laufe des Jahres ihren Beitragssatz noch erhöhen werden. In der Folge steigt der durchschnittliche Beitragssatz aller Kassen und die Bundesregierung müsste in Anlehnung daran einen einheitlichen Beitragssatz ab 01.01.2009 von über 14,8 % festsetzen. Experten spekulieren auf einen Einheitsbeitragssatz zwischen 15,3 und 15,5 %.

Steigende Beiträge führen aber zu höheren Lohnnebenkosten und passen damit nicht in die Welt eines schwachen Wirtschaftsaufschwungs. Vertreter verschiedenster Parteien fordern daher nun den Einstieg in den Ausstieg aus dem Gesundheitsfonds und wollen die Beitragsfinanzierung der gesetzlichen Krankenkassen so belassen wie sie jetzt schon ist.
Man darf gespannt sein, denn 2008 gibt es ja noch einige Wahlen.

Details zum Gesundheitsfonds.


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