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16.12.2006: neue elektronische Gesundheitskarte mit Foto

In den kommenden beiden Jahren wird die elektronische Gesundheitskarte schrittweise eingeführt und löst die bisherige Krankenversichertenkarte ab.
Geschehen sollte dies eigentlich schon 2006, aber es hat sich einiges verzögert. Zumindest wird seit Anfang dieser Woche schon mal in kleinem Umfang getestet.

Die neue elektronische Gesundheitskarte unterscheidet sich nicht nur äußerlich durch das Lichtbild des Inhabers von der alten Krankenversichertenkarte, sondern ihr Funktionsumfang wurde erweitert. Sie haben die Möglichkeit, persönliche Gesundheitsdaten mit der Karte zu verwalten und einzelnen Leistungserbringern zur Verfügung zu stellen. Sie entscheiden selbst, ob und wie weit sie von den neuen Möglichkeiten zur besseren Verfügbarkeit ihrer medizinischen Daten Gebrauch machen wollen. Die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte geschieht nicht schlagartig, sondern schrittweise. Nach Probeläufen in Testregionen wird sie nach und nach an alle Versicherten ausgegeben. In Stufen erfolgt auch die Bereitstellung der neuen Anwendungen, die durch die elektronische Gesundheitskarte möglich werden.

Die Europäische Krankenversicherungskarte befindet sich als Sichtausweis auf der Rückseite der elektronischen Gesundheitskarte und ersetzt den bisher bei Krankheitsfällen im Ausland üblichen "Auslandskrankenschein".

Ob Röntgenbilder oder Arztbriefe: Die elektronische Patientenakte schließt Informationslücken und soll die Kommunikation von Ärztinnen und Ärzten verbessern.

Nach Schätzungen sterben in Deutschland jährlich mehr Menschen an den Folgen unerwünschter Arzneimittelereignisse als im Straßenverkehr. Viele dieser Todesfälle ließen sich vermeiden, wenn die behandelnden Ärzte besser über den Arzneimittelstatus ihrer Patienten informiert wären. An diesem Punkt setzt die elektronische Gesundheitskarte mit der Arzneimitteldokumentation an.

In Notfallsituationen kommt es darauf an, dass die Ärztin bzw. der Arzt in kürzester Zeit die richtige Diagnose stellt und passende medizinische Maßnahmen einleitet. Mit der elektronischen Gesundheitskarte haben Patientinnen und Patienten die Möglichkeit, wichtige Informationen für die Notfallbehandlung zur Verfügung zu stellen.

Die elektronische Gesundheitskarte ermöglicht neue Anwendungen, die nach und nach bereitgestellt werden. Hierzu zählt das elektronische Rezept (eRezept), das die papiergestützte Verordnung in mehreren Schritten ablösen soll.

Unter www.die-gesundheitskarte.de erhältst Du weiterführende Informationen.


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