Kündigungsfristen 2015 - Grundsätze - Krankenkassenvergleich 2015

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Kündigungsfristen 2015 - Grundsätze

gesetzliche Krankenkassen > Kündigungsfristen . . .

Bei einem Wechsel von Ihrer bisherigen Krankenkassen zu einer anderen Krankenkasse sind bestimmte Kündigungsfristen einzuhalten. Geregelt ist dies in § 175 Sozialgesetzbuch V.

 
 

Zu unterscheiden sind Kündigungsfristen bei Eintritt bestimmter Ereignisse und für bestimmte Personenkreise:


Bevor Sie eine Auswahl treffen, beachten Sie zunächst bitte die allgemein gültigen Regelungen:

Zusätzlich zu den Kündigungsfristen muss jedoch grundsätzlich jeder Versicherte 18 Monate Mitglied bei einer Krankenkasse sein, bevor er (wieder) zu einer anderen Krankenkasse wechseln kann (Mindestbindungszeit).
Die 18-monatige Mindestbindungszeit muss bei erstmaligem Krankenkassenwechsel nach dem 31.12.2001 nicht erfüllt sein. Durch den Wechsel zu einer anderen Krankenkasse nach dem 31.12.2001 wird allerdings die 18-monatige Mindestbindungszeit gegenüber der neu gewählten Krankenkasse ausgelöst.
Hat Ihre Krankenkasse zwischenzeitlich mit einer anderen Krankenkasse fusioniert, so wird Ihnen die Dauer Deiner bisherigen Mitgliedschaft angerecht. Bei einer Fusion beginnt also keine neue 18-monatige Mindestbindungszeit.

Nach 18-monatiger Mitgliedschaft kann man also immer die Kasse wechseln, egal ob sich der Beitragssatz verändert hat oder eine Fusion stattgefunden hat!
Zu beachten sind dann nur die allgemeinen Kündigungsfristen für Pflichtmitglieder bzw. freiwillige Mitglieder.

Vorsicht bei bestimmten Wahltarifen!!!
Sie binden sich für drei Jahre an Ihre Krankenkasse und Sie verzichten auf das Sonderkündigungsrecht, wenn die Kasse ihren Beitrag erhöht. (Regelung ab 2011 entschärft !!!).

Um die Einhaltung dieser Bindungswirkung von Wahlentscheidungen sicherzustellen, wurde ab 01.01.2002 ein Nachweisverfahren durch Vorlage von Kündigungs- und Mitgliedschaftsbestätigungen bei den beteiligten Krankenkassen eingeführt.

Die Kündigung sollte schriftlich erfolgen und entweder gegen Empfangsbestätigung persönlich abgegeben werden oder per Einschreiben mit Rückschein verschickt werden (sicher ist sicher).

 
 

Nach Eingang der Kündigung hat die bisherige Krankenkasse dem Mitglied innerhalb von zwei Wochen eine Kündigungsbestätigung auszustellen. Die Kündigung wird jedoch erst wirksam, wenn das Mitglied sich innerhalb der Kündigungsfrist bei einer anderen Krankenkasse seiner Wahl anmeldet. Eine Mitgliedsbescheinigung darf die neu gewählte Krankenkasse nur ausstellen, wenn ihr die Kündigungsbestätigung der bisherigen Krankenkasse vorliegt.
Die neue Mitgliedsbescheinigung legen Sie anschließend Ihrem Arbeitgeber vor.

Sollte es Schwierigkeiten mit der Kündigung bei der alten Krankenkasse geben, haben Sie bei einer Ablehnung die Möglichkeit Widerspruch einzulegen. Wird auch der Widerspruch abgelehnt, ist eine Klage vor dem Sozialgericht möglich. Gerichtskosten fallen vor dem Sozialgericht nicht an - dies könnte aber geändert werden. Es besteht zudem die Möglichkeit sich vor dem Sozialgericht selbst (ohne Rechtsbeistand) zu vertreten, so dass auch hier keine diesbezüglichen Kosten entstehen.
Weitere Infos hierzu findest Sie auch oben unter dem Menüpunkt Rechtsberatung.
Für Beschwerden kann man sich zudem an die zuständige Aufsichtbehörde, z.B. das Bundesversicherungsamt, wenden.

 
 
 
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